Bekenntnisse
der Ev.-Luth. Kirche





Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Das Apostolische Glaubensbekenntnis zeichnet sich als einfache erzählende Zusammenfassung des christlichen Glaubens aus. Seit Anfang des 2. Jahrhunderts kennen wir das römische Taufbekenntnis, das Identitätsmerkmal, das „SYMBOLON“ des Christen. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts nennt Ambrosius von Mailand es erstmals das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ („Symbolum Apostolorum“), nicht weil die Apostel es formuliert hätten, vielmehr aber weil diese Glaubenswahrheiten seit dem Anfang der christlichen Kirche gelehrt wurden. Erst im 5. Jahrhundert wurde das Credo in Südgallien in seiner heutigen Sprachgestalt ausformuliert. Karl der Große ließ es im 9. Jahrhundert in seine Reichsgesetze schreiben und im 10. Jahrhundert wurde es von Kaiser Otto dem Großen in als Taufbekenntnis eingeführt. Im 16. Jahrhundert schrieb das Konzil von Trient es für die römisch-katholische Kirche als Grundlage der Glaubensunterweisung vor. Ebenso gilt es als Glaubensnorm für die Kirchen der Reformation.

  • Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
  • Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
  • Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.

    Amen.
  • Ja wěrju do Boha Wótca, Wšehomócneho, Stworićela njebjes a zemje.
  • A do Jezusa Chrysta, jeho jeničkeho Syna, našeho Knjeza, kiž je so podjał wot swjateho Ducha, narodźił so wot knježny Marje, ćerpjeł pod Poncijom Pilatom, křižowany, wumrěł a pohrjebany, do hele stupił, na třeći dźeń stanył z morwych, spěł do njebjes; sedźi k prawicy Boha, wšehomócneho Wótca, zwotkel přińdźe, sudźić žiwych a morwych.


  • Ja wěrju do swjateho Ducha, swjatu křesćansku cyrkej, zhromadźenstwo swjatych, wodawanje hrěchow, stawanje morwych a wěčne žiwjenje.

    Hamjeń. 

Das Augsburger Bekenntnis

Das Augsburger Bekenntnis wurde von Philipp Melanchthon im Auftrag von Kaiser Karl verfasst. Es gibt die entscheidenden Kernpunkte der protestantischen Überzeugung aus dem Jahr 1530 wieder. Der von Kaiser Karl V. nach Augsburg einberufene Reichstag sollte eine Lösung der drängend gewordenen Religionsfragen bringen. Eine Kirchenspaltung drohte unvermeidlich zu werden. Auf anderen Reichstagen in den Jahren zuvor waren die Standpunkte bereits deutlich geworden (zum Beispiel bei der "Speyrer Protestation" 1529). Ursprünglich war beabsichtigt, die unterschiedlichen Auffassungen bestimmter Punkte des praktizierten Glaubens darzustellen. Doch dann wurde auf dem Reichstag in Augsburg eine umfassende Darstellung des Glaubens vorgelegt, die im ersten Teil die Hauptaussagen zur Glaubenslehre enthält und im zweiten Teil die Stellungnahmen zur Abschaffung bestimmter kirchlicher Bräuche bei den Protestanten. (Zum kostenlosen Download als PDF-Datei)

  • 1. Artikel - Von Gott

    Zuerst wird einträchtig laut Beschluss des Konzils von Nizäa gelehrt und festgehalten, dass ein einziges göttliches Wesen sei, das Gott genannt wird und wahrhaftig Gott ist, und dass doch drei Personen in diesem einen göttlichen Wesen sind, alle drei gleich mächtig, gleich ewig: Gott Vater, Gott Sohn, Gott Heiliger Geist. Alle drei sind ein göttliches Wesen, ewig, unteilbar, unendlich, von unermesslicher Macht, Weisheit und Güte, ein Schöpfer und Erhalter aller sichtbaren und unsichtbaren Dinge. Unter dem Wort "Person" wird nicht ein Teil, nicht eine Eigenschaft an einem anderen Sein verstanden, sondern etwas, was in sich selbst besteht (selbständig ist), so wie die Kirchenväter in dieser Sache dieses Wort gebraucht haben.
    Deshalb werden alle Irrlehren verworfen, die diesem Artikel widersprechen.
  • 2. Artikel - Von der Erbsünde

    Weiter wird bei uns gelehrt, dass nach Adams Fall alle natürlich geborenen Menschen in Sünde empfangen und geboren werden, das heißt, dass sie alle von Mutterleib an voll böser Lust und Neigung sind und von Natur keine wahre Gottesfurcht, keinen wahren Glauben an Gott haben können, ferner dass auch diese angeborene Seuche und Erbsünde wirklich Sünde ist und daher alle die unter den ewigen Gotteszorn verdammt, die nicht durch die Taufe und den Heiligen Geist wieder neu geboren werden.
    Damit werden die verworfen, die die Erbsünde nicht für eine Sünde halten, damit sie die Natur fromm machen durch natürliche Kräfte, in Verachtung des Leidens und Verdienstes Christi.

  • 3. Artikel - Von Gottes Sohn

    Ebenso wird gelehrt, dass Gott, der Sohn, Mensch geworden ist, geboren aus der reinen Jungfrau Maria, und dass die zwei Naturen, die göttliche und die menschliche, also in einer Person untrennbar vereinigt, ein Christus sind, der wahrer Gott und wahrer Mensch ist, wahrhaftig geboren, gelitten, gekreuzigt, gestorben und begraben, dass er ein Opfer nicht allein für die Erbsünde, sondern auch für alle anderen Sünden war und Gottes Zornversöhnte, ebenso dass dieser Christus hinab gestiegen ist zur Hölle(Unterwelt), am dritten Tage wahrhaftig auferstanden ist von den Toten und aufgefahren ist in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, dass er ewig über alle Geschöpfe herrsche und regiere; dass er alle, die an ihn glauben, durch den Heiligen Geist heilige, reinige, stärke und tröste, ihnen auch Leben und allerlei Gaben und Güter austeile und sie schütze und beschirme gegen den Teufel und die Sünde; dass dieser Herr Christus am Ende öffentlich kommen wird, zu richten die Lebenden und die Toten usw. laut dem Apostolischen Glaubensbekenntnis.
  • 4. Artikel - Von der Rechtfertigung

    Weiter wird gelehrt, dass wir Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit vor Gott nicht durch unser Verdienst, Werk und Genugtuung erlangen können, sondern dass wir Vergebung der Sünde bekommen und vor Gott gerecht werden aus Gnade um Christi willen durch den Glauben, nämlich wenn wir glauben, dass Christus für uns gelitten hat und dass uns um seinetwillen die Sünde vergeben, Gerechtigkeit und ewiges Leben geschenkt wird. Denn diesen Glauben will Gott als Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, ansehen und zurechnen, wie der Hl. Paulus zu den Römern im 3. und 4. Kapitel sagt.
  • 5. Artikel - Vom Predigtamt

    Um diesen Glauben zu erlangen, hat Gott das Predigtamt eingesetzt, das Evangelium und die Sakramente gegeben, durch die er als durch Mittel den Heiligen Geist gibt, der den Glauben, wo und wann er will, in denen, die das Evangelium hören, wirkt, das da lehrt, dass wir durch Christi Verdienst, nicht durch unser Verdienst, einen gnädigen Gott haben, wenn wir das glauben.
    Und es werden die verdammt, die lehren, dass wir den Heiligen Geist ohne das leibhafte Wort des Evangeliums durch eigene Vorbereitung, Gedanken und Werke erlangen.
  • 6. Artikel - Vom neuen Gehorsam

    Auch wird gelehrt, dass dieser Glaube gute Früchte und gute Werke hervorbringen soll und dass man gute Werke tun muss, und zwar alle, die Gott geboten hat, um Gottes willen. Doch darf man nicht auf solche Werke vertrauen, um dadurch Gnade vor Gott zu verdienen. Denn wir empfangen Vergebung der Sünde und Gerechtigkeit durch den Glauben an Christus - wie Christus selbst spricht: "Wenn ihr alles getan habt, sollt ihr sprechen: Wir sind untüchtige Knechte." So lehren auch die Kirchenväter. Denn Ambrosius sagt: "So ist es bei Gott beschlossen, dass, wer an Christus glaubt, selig ist und nicht durch Werke, sondern allein durch den Glauben ohne Verdienst Vergebung der Sünde hat."
  • 7. Artikel - Von der Kirche

    Es wird auch gelehrt, dass allezeit eine heilige, christliche Kirche sein und bleiben muss, die die Versammlung aller Gläubigen ist, bei denen das Evangelium rein gepredigt und die heiligen Sakramente laut dem Evangelium gereicht werden. Denn das genügt zur wahren Einheit der christlichen Kirche, dass das Evangelium einträchtig im reinen Verständnis gepredigt und die Sakramente dem göttlichen Wort gemäß gereicht werden. Und es ist nicht zur wahren Einheit der christlichen Kirche nötig, dass überall die gleichen, von den Menschen eingesetzten Zeremonien eingehalten werden, wie Paulus sagt: "Ein Leib und ein Geist, wie ihr berufen seid zu einer Hoffnung eurer Berufung; ein Herr, ein Glaube, eine Taufe" (Eph 4,4-5)
  • 8. Artikel - Was die Kirche sei?

    Ebenso, obwohl die christliche Kirche eigentlich nichts anderes ist als die Versammlung aller Gläubigen und Heiligen, jedoch in diesem Leben unter den Frommen viele falsche Christen und Heuchler, auch öffentliche Sünder bleiben, sind die Sakramente gleich wohl wirksam, auch wenn die Priester, durch die sie gereicht werden, nicht fromm sind; wie denn Christus selbst sagt: "Auf dem Stuhl des Mose sitzen die Pharisäer" usw. (Mt 23,2).
    Deshalb werden alle verdammt, die anders lehren.

  • 9. Artikel - Von der Taufe

    Von der Taufe wird gelehrt, dass sie heilsnotwendig ist und dass durch sie Gnade angeboten wird; dass man auch die Kinder taufen soll, die durch die Taufe Gott überantwortet und gefällig werden, d.h. in die Gnade Gottes aufgenommen werden.
    Deshalb werden die verworfen, die lehren, dass die Kindertaufe nicht richtig sei.

  • 10. Artikel - Vom heiligen Abendmahl

    Vom Abendmahl des Herrn wird so gelehrt, dass der wahre Leib und das wahre Blut Christi wirklich unter der Gestalt des Brotes und Weines im Abendmahl gegenwärtig sind und dort ausgeteilt und empfangen wird. Deshalb wird auch die Gegenlehre verworfen.
  • 11. Artikel - Von der Beichte

    Von der Beichte wird so gelehrt, dass man in der Kirche die private Absolution oder Lossprechung beibehalten und nicht wegfallen lassen soll, obwohl es in der Beichte nicht nötig ist, alle Missetaten und Sünden aufzuzählen, weil das doch nicht möglich ist: "Wer kennt seine Missetat?" (Ps 19,13).

  • 12. Artikel - Von der Buße

    Von der Buße wird gelehrt, dass diejenigen, die nach der Taufe gesündigt haben, jederzeit, wenn sie Buße tun, Vergebung der Sünden erlangen und ihnen die Absolution von der Kirche nicht verweigert werden soll. Nun ist wahre, rechte Buße eigentlich nichts anderes als Reue und Leid oder das Erschrecken über die Sünde und doch zugleich der Glaube an das Evangelium und die Absolution, nämlich dass die Sünde vergeben und durch Christus Gnade erworben ist. Dieser Glaube tröstet wiederum das Herz und macht es zufrieden. Danach soll auch die Besserung folgen und dass man von Sünden lasse; denn dies sollen die Früchte der Buße sein - wie Johannes sagt: "Tut rechtschaffene Frucht der Buße" (Mt 3,8).
    Hiermit werden die verworfen, die lehren, dass diejenigen, die einmal fromm geworden (zum Glauben gekommen) sind, nicht wieder in Sünden fallen können. Andererseits werden auch die verworfen, die die Absolution denen verweigerten, die nach der Taufe gesündigt hatten. Auch werden die verworfen, die nicht lehren, dass man durch Glauben Vergebung der Sünde erlangt, sondern durch unsere Genugtuung.
  • 13. Artikel - Vom Gebrauch der Sakramente

    Vom Gebrauch der Sakramente wird gelehrt, dass die Sakramente nicht nur als Zeichen eingesetzt sind, an denen man die Christen äußerlich erkennen kann, sondern dass sie Zeichen und Zeugnis sind des göttlichen Willens gegen uns, um dadurch unseren Glauben zu erwecken und zu stärken. Darum fordern sie auch Glauben und werden dann richtig gebraucht, wenn man sie im Glauben empfängt und den Glauben durch sie stärkt.
  • 14. Artikel - Vom Kirchenregiment

    Vom Kirchenregiment (kirchlichen Amt) wird gelehrt, dass niemand in der Kirche öffentlich lehren oder predigen oder die Sakramente reichen soll ohne ordnungsgemäße Berufung.
  • 15. Artikel - Von Kirchenordnungen

    Von Kirchenordnungen, die von Menschen gemacht sind, lehrt man bei uns, diejenigen einzuhalten, die ohne Sünde eingehalten werden können und die dem Frieden und der guten Ordnung in der Kirche dienen, wie bestimmte Feiertage, Feste und dergleichen. Doch werden dabei die Menschen unterrichtet, dass man die Gewissen nicht damit beschweren soll, als seien solche Dinge notwendig zur Seligkeit. Darüber hinaus wird gelehrt, dass alle Satzungen und Traditionen, die von Menschen zu dem Zweck gemacht worden sind, dass man dadurch Gott versöhne und Gnade verdiene, dem Evangelium und der Lehre vom Glauben an Christus widersprechen. Deshalb sind Klostergelübde und andere Traditionen über Fastenspeisen, Fasttage usw., durch die man Gnade zu verdienen und für die Sünde Genugtuung zu leisten meint, nutzlos und gegen das Evangelium.
  • 16. Artikel - Von der Polizei (Staatsordnung) und dem weltlichen Regiment

    Von der Polizei (Staatsordnung) und dem weltlichen Regiment wird gelehrt, dass alle Obrigkeit in der Welt und geordnetes Regiment und Gesetze gute Ordnung sind, die von Gott geschaffen und eingesetzt sind, und dass Christen ohne Sünde in Obrigkeit, Fürsten - und Richteramt tätig sein können, nach kaiserlichen und anderen geltenden Rechten Urteile und Recht sprechen, Übeltäter mit dem Schwert bestrafen, rechtmäßig Kriege führen, in ihnen mitstreiten, kaufen und verkaufen, auferlegte Eide leisten, Eigentum haben, eine Ehe eingehen können usw.
    Hiermit werden die verdammt, die lehren, dass das oben Angezeigte unchristlich sei.
    Auch werden diejenigen verdammt, die lehren, dass es christliche Vollkommenheit sei, Haus und Hof, Weib und Kind leiblich zu verlassen und dies alles aufzugeben, wo doch allein das die rechte Vollkommenheit ist: rechte Furcht Gottes und rechter Glaube an Gott. Denn das Evangelium lehrt nicht ein äußerliches, zeitliches, sondern ein innerliches, ewiges Wesen und die Gerechtigkeit des Herzens; und es stößt nicht das weltliche Regiment, die Polizei (Staatsordnung) und den Ehestand um, sondern will, dass man dies alles als wahrhaftige Gottesordnung erhalte und in diesen Ständen christliche Liebe und rechte, gute Werke, jeder in seinem Beruf, erweise. Deshalb sind es die Christenschuldig, der Obrigkeit untertan und ihren Geboten und Gesetzen gehorsam zu sein in allem, was ohne Sünde geschehen kann. Wenn aber der Obrigkeit Gebot ohne Sünde nicht befolgt werden kann, soll man Gott mehr gehorchen als den Menschen.
  • 17. Artikel - Von der Wiederkunft Christi zum Gericht

    Auch wird gelehrt, dass unser Herr Jesus Christus am Jüngsten Tag kommen wird, umzurichten und alle Toten aufzuerwecken, den Gläubigen und Auserwählten ewiges Leben und ewige Freude zu geben, die gottlosen Menschen aber und die Teufel in die Hölle und zur ewigen Strafe verdammen wird.
    Deshalb werden die verworfen, die lehren, dass die Teufel und die verdammten Menschen nicht ewige Pein und Qual haben werden.
    Ebenso werden hier Lehren verworfen, die sich auch gegenwärtig ausbreiten, nach denen vor der Auferstehung der Toten eitel (reine) Heilige, Fromme ein weltliches Reich aufrichten und alle Gottlosen vertilgen werden.

  • 18. Artikel - Vom freien Willen

    Vom freien Willen wird so gelehrt, dass der Mensch in gewissem Maße einen freien Willen hat, äußerlich ehrbar zu leben und zu wählen unter den Dingen, die die Vernunft begreift. Aber ohne Gnade, Hilfe und Wirkung des Heiligen Geistes kann der Mensch Gott nicht gefallen, Gott nicht von Herzen fürchten oder an ihn glauben oder nicht die angeborenen, bösen Lüste aus dem Herzen werfen, sondern dies geschieht durch den Heiligen Geist, der durch Gottes Wort gegeben wird. Denn so spricht Paulus: "Der natürliche Mensch vernimmt nichts vom Geist Gottes" (1. Kor 2,14).
  • 19. Artikel - Über die Ursache der Sünde

    Von der Ursache der Sünde wird bei uns gelehrt: wiewohl Gott der Allmächtige die ganze Natur geschaffen hat und erhält, so bewirkt doch der verkehrte Wille in allen Bösen und Verächtern Gottes die Sünde, wie es denn der Wille des Teufels und aller Gottlosen ist, der sich, sobald Gott seine Hand abzog, von Gott weg dem Argen zugewandt hat, wie Christus sagt: "Der Teufel redet Lügen aus seinem Eigenen" (Joh 8,44).

  • 20. Artikel - Vom Glauben und guten Werken

    Den Unseren wird in unwahrer Weise nachgesagt, dass sie gute Werke verbieten. Denn ihre Schriften über die Zehn Gebote und andere beweisen, dass sie von rechten christlichen Ständen und Werken einen guten nützlichen Bericht und eine Ermahnung hinterlassen haben, worüber man früher wenig gelehrt hat; sondern man hat in allen Predigten vor allem zu kindischen, unnötigen Werken, wie Rosenkränze, Heiligenverehrung, Mönch werden, Wallfahrten, Fastenordnungen, Feiertage, Bruderschaften usw. angetrieben. Weil nun die Lehre vom Glauben, die das Hauptstück im christlichen Wesen ist, lange Zeit - wie man bekennen muss - nicht betrieben worden ist, sondern überall allein die Lehre von den Werken gepredigt wurde, ist von den Unseren folgende Unterrichtung gegeben worden: Erstlich, dass unsere Werke uns nicht mit Gott versöhnen und uns nicht Gnade erwerben können, sondern das geschieht allein durch den Glauben - wenn man nämlich glaubt, dass uns um Christi willen die Sünden vergeben werden, der allein der Mittler ist, um den Vater zu versöhnen. Wer nun meint, das durch Werke zu erreichen und dadurch Gnade zu verdienen, der verachtet Christus und sucht einen eigenen Weg zu Gott gegen das Evangelium. Denn das Gewissen kann nicht durch Werke zu Ruhe und Frieden kommen, sondern allein durch den Glauben, wenn es bei sich mit Gewissheit schließt, dass es um Christi willen einen gnädigen Gott hat. Ferner wird gelehrt, dass gute Werke geschehen sollen und müssen, aber nicht, dass man darauf vertraut, durch sie Gnade zu verdienen, sondern um Gottes willen und zu Gottes Lob. Der Glaube ergreift immer nur die Gnade und die Vergebung der Sünde; und weil durch den Glauben der Heilige Geist gegeben wird, darum wird auch das Herz befähigt, gute Werke zu tun.
    Deshalb ist diese Lehre vom Glauben nicht zu schelten, dass sie gute Werke verbiete, sondern vielmehr dafür zu rühmen, dass sie lehrt, gute Werke zu tun, und Hilfe anbietet, wie man zu guten Werken kommen kann. Denn außer dem Glauben und außerhalb von Christus ist menschliche Natur und Vermögen viel zu schwach, gute Werke zu tun, Gott anzurufen, im Leiden Geduld zu haben, den Nächsten zu lieben, befohlene Ämter fleißig auszurichten, gehorsam zu sein, böse Lust zu meiden usw. Solche hohen und rechten Werke können ohne die Hilfe Christi nicht geschehen, wie er selbst sagt: "Ohne mich könnt ihr nichts tun" (Joh 15, 5).(gekürzt ... Artikel 21 - siehe unten)



























































  • 21. Artikel - Vom Dienst der Heiligen

    Vom Heiligendienst wird von den Unseren so gelehrt, dass man der Heiligen gedenken soll, damit wir unseren Glauben stärken, wenn wir sehen, wie ihnen Gnade widerfahren und auch wie ihnen durch den Glauben geholfen worden ist; außerdem soll man sich an ihren guten Werken ein Beispiel nehmen, ein jeder in seinem Beruf. Aus der Hl. Schrift kann man aber nicht beweisen, dass man die Heiligen anrufen oder Hilfe bei ihnen suchen soll. "Denn es ist nur ein einziger Versöhner und Mittler gesetzt zwischen Gott und den Menschen, Jesus Christus" (1. Tim 2,5). Er ist der einzige Heiland, der einzige Hohepriester, Gnadenstuhl und Fürsprecher vor Gott (Röm 8,34). Und er allein hat zugesagt, dass er unser Gebet erhören will. Nach der Hl. Schrift ist das auch der höchste Gottesdienst, dass man diesen Jesus Christus in allen Nöten und Anliegen von Herzen sucht und anruft: "Wenn jemand sündigt, haben wir einen Fürsprecher bei Gott, der gerecht ist, Jesus" (1. Joh 2,1) usw.

































  • Während die Artikel 1-21 vom Glauben und von der Lehre der Kirche handeln, ist im zweiten Teil des Augsburger Bekenntnisses (Artikel 22-28) zu Missbräuchen im kirchlichen Leben Stellung genommen worden.
  • 1. staw - Wo Bohu

    Najprjedy wuča pola nas w jednej mysli po wobzamknjenju Nicenskeho koncila, zo je jedne jeničke bójske byće, kotrež Bóh rěka a woprawdźe je, a su tola tři wosoby w tym samym jeničkim bójskim byću, jenak mócne, jenak wěčne, Bóh Wótc, Bóh Syn, Bóh swjaty Duch. Wšitcy třo su jedne Bože byće, wěčne, njerozdźělene, njeskónčne, njewuměrjeneje mocy, mudrosće a dobroćiwosće, jedyn Stworićel a zdźeržer wšitkich widźomnych a njewidźomnych wěcow. Słowo „wosoba“ ma tón zmysł, zo to njeje někajki kruch abo někajka kajkosć na něčim druhim, ale štož samo we sebi wobsteji, kaž su cyrkwinscy wótcojo tele słowo wužiwali w tutej wučbje.


    Tehodla so zaćisnu wšitke kecarstwa, kotrež su přećiwo tutemu artiklej.
  • 2. staw - Wo přinarodźenym hrěchu

    Dale wuča pola nas, zo su po Hadamowym padźe wšitcy čłowjekojo, kiž so přirodnje narodźa, w hrěchach podjeći a narodźeni, to rěka, zo su wšitcy z maćerneho žiwota połni złeho požadanja a nachilenja a njemóža po swojej přirodźe měć žaneje wěrneje bohabojosće, žaneje praweje wěry do Boha; zo je tež tale přinarodźena chorosć a přinarodźeny hrěch woprawdźe hrěch a wšitkich tych pod wěčny Boži hněw zatama, kiž so přez křćeńcu a swjateho Ducha znowa njenarodźa.
    Tu so zaćisnu pelagianscy a druzy, kotřiž přinarodźeny hrěch za hrěch nimaja, zo bychu přirodu dobru činili z přirodnymi mocami, k zaničenju Chrystusoweho ćerpjenja a jeho zasłužby.
  • 3. staw - Wo Božim Synu

    Tehorunja wuča naši, zo je Bóh Syn so čłowjek sčinił, narodźeny z čisteje knježny Marje, a zo stej wobě naturje, bójska a čłowjeska, w jednej wosobje njerozdźělnje zjednoćenej, jedyn Chrystus, kiž je wěrny Bóh a wěrny čłowjek, woprawdźe narodźeny, je ćerpjeł, bu křižowany, je wumrěł a bu pohrjebany, zo by wopor był nic jeno za přinarodźeny hrěch, ale tež za wšitke druhe hrěchi, a Boži hněw spokojił; potom, zo je samsny Chrystus do hele dele stupił, na třeći dźeń woprawdźe stanył wot morwych, spěł do njebjes, sedźo na prawicy Božej, zo by wěčnje knjez był a knježił nade wšitkimi stworjenjemi, zo by wšitkich, kotřiž do njeho wěrja, přez swjateho Ducha swjećił, rjedźił, posylnjał a troštował, jim tež žiwjenje a wšelake dary a kubła wudźělał a jich přećiwo čertej a přećiwo hrěchej škitował a přikrywał; tež zo samsny Knjez Chrystus naposledk zjawnje zaso přińdźe, sudźić žiwych a morwych atd., kaž Japoštołske wěrywyznaće praji.



  • 4. staw - Wo prawychčinjenju

    Dale so wuči, zo sej njemóžemy wodaće hrěchow a prawdosć před Bohom dobyć sami ze swojej zasłužbu, ze swojimi skutkami a ze swojim dosćčinjenjom, ale zo wodaće hrěchow dóstanjemy a so před Bohom prawi sčinimy z hnady Chrysta dla přez wěru, hdyž wěrimy, zo je Chrystus za nas ćerpjeł a zo so nam tehodla hrěchi wodawaja a prawdosć a wěčne žiwjenje dari. Přetož tule wěru chce Bóh za prawdosć před sobu wobhladać a přiličić, kaž swjaty Pawoł praji k Romskim na třećim a štwórtym stawje.


  • 5. staw - Wo prědarskim zastojnstwje

    Zo bychmy tajku wěru dóstali, je Bóh prědarsku słužbu wustajił, ewangelij a sakramentaj dał, z čimž wón jako z pomocnymi wěcami swjateho Ducha dawa, kotryž wěru płodźi, hdźežkuli a hdyžkuli chce, w tych, kotřiž ewangelij słyša, kotryž wuči, zo mamy hnadneho Boha z Chrystusoweje zasłužby, nic ze swojeje zasłužby, jeli zo tole wěrimy.
    A zaćisnu so zasokřćenikojo a druzy, kotřiž wuča, zo dóstanjemy bjez ćělneho słowa ewangelija swjateho Ducha ze swojim přihotowanjom, myslenjom a činjenjom.

  • 6. staw - Wo nowej posłušnosći

    Tež so wuči, zo dyrbi tale wěra dobre płody a dobre skutki njesć a zo so dyrbja dobre skutki činić, a to wšitke, kotrež je Bóh přikazał, Boha dla, nic pak zo bychmy so na tajke skutki spušćeli, jako móhli sej z nimi hnadu před Bohom zasłužić. Přetož wodaće hrěchow a prawdosć přez wěru do Chrysta dóstawamy, kaž Chrystus sam praji: „Hdyž tole wšitko sće činili, rjekńće: my smy njewužitni wotročcy.“ (Lukaš 17,10) Tak tež stari cyrkwinscy wótcojo wuča. Ambrozius dźě praji: „To je pola Boha wobzamknjene, zo, štóž do Chrystusa wěri, budźe zbóžny a dóstanje nic přez skutki, ale jenož přez wěru, bjez zasłužby, wodaće hrěchow.“

  • 7. staw - Wo cyrkwi

    Tež so wuči, zo dyrbi přeco jedna swjata křesćanska cyrkej być a wostać, kotraž je zhromadźizna wěriwych, pola kotrychž so ewangelij čisće prěduje a swjatej sakramentaj so po ewangeliju prawje wudźělujetej. Přetož to je dosć k wěrnej jednoće křesćanskeje cyrkwje, zo so ewangelij w jednej mysli čisće prěduje a zo so sakramentaj po Božim słowje wudźělujetej. A njeje trjeba k wěrnej jednoće křesćanskeje cyrkwje, zo dźerži so wšudźom na jenake nałožki abo wašnja, wot čłowjekow wustajene, kaž Pawoł praji w lisće na Efeziskich na 4. stawje: „Jedne ćěło a jedyn duch, kaž sće tež powołani k jednej nadźiji swojeho powołanja; jedyn Knjez, jedna wěra, jedna křćeńca.“


  • 8. staw - Što cyrkej je?

    Hačrunjež křesćanska cyrkej poprawom ničo druhe njeje hač zhromadźizna wšitkich wěriwych a swjatych, dokelž pak wostanje w tutym žiwjenju mjez pobožnymi wjele ludakow a njesprawnych křesćanow kaž tež zjawnych hrěšnikow, tak stej sakramentaj tola skutkownej, tež hdyž měšnicy, kiž jej wudźěleja, pobožni njejsu, kaž Chrystus sam na to pokazuje: „Na Mójzasowym stole sedźa pismawučeni a farizejscy atd.“
    Tehodla so pola nas zaćisnu donatistojo a wšitcy druzy, kiž hinak wuča.
  • 9. staw - Wo křćeńcy

    Wo křćeńcy so wuči, zo je nuzna a zo so přez nju Boža hnada poskići; zo dyrbja so tež dźěći křćić, kotrež su přez tajku křćeńcu Bohu poručene a spodobne.


    Tehodla zaćisnu so zasokřćenikojo, kotřiž wuča, zo njeje křćeńca dźěći prawa.
  • 10. staw - Wo Božim wotkazanju

    Wo Knjezowej swjatej wječeri so takle wuči, zo je Chrystusowe wěrne ćěło a krej pod chlěbom a pod winom w Božim wotkazanju woprawdźe přitomne a so wudźěluje a so přijima. Tehodla so tež napřećiwna wučba zaćisnje.
  • 11. staw - Wo spowědźi

    Wo spowědźi so tak wuči, zo dyrbi so w cyrkwi wosobinska spowědź zdźeržeć a nima spadnyć, hačrunjež njeje w spowědźi trjeba wšitke přestupjenja a hrěchi wupowědać, přetož to wšak móžno njeje, po psalmje 19: „Štó znaje swoje njeskutki?“

  • 12. staw - Wo pokuće

    Wo pokuće so wuči, zo móžeja ći, kotřiž su po křćeńcy hrěšili, kóždy čas, hdyž pokutu činja, dóstać wodaće hrěchow, a zo njesmě cyrkej jim wodaće hrěchow zapowědźić. Prawa, wěrna pokuta pak je rozkaće a želnosć abo nastróžany być hrěcha dla a tola při tym wěrić do ewangelija a do wodawanja, zo je hrěch spušćeny a přez Chrystusa dobyta hnada; tajka wěra zaso troštuje a spokoja wutrobu. Potom dyrbi tež sćěhować polěpšenje, zo by so čłowjek hrěchow wostajił. Přetož tole dyrbja płody pokuty być, kaž Jan křćenik praji pola Mateja na 3. stawje: „Čińće hódne płody pokuty.“



    Tu zaćisnu so ći, kiž wuča, zo tajcy, kiž su něhdy prawi sčinjeni, zaso padnyć njemóža. Zaćisnu so tež novatianscy, kotřiž tym, kiž su po křćeńcy hrěšili, wodaće hrěchow zapowědźowachu. Tež ći so zaćisnu, kotřiž njewuča, zo přez wěru wodaće hrěchow dóstawamy, ale přez swoje dosćčinjenje.


  • 13. staw - Wo wužiwanju sakramentow

    Wo wužiwanju sakramentow naši wuča, zo stej sakramentaj wustajenej nic jenož tehodla, zo byštej znamjeni byłoj, na kotrymajž móhł křesćanow mjez ludźimi póznać, ale zo stej znamjeni a swědčenje Božeje wole napřećo nam k zbudźenju a posylnjowanju našeje wěry, čehoždla sej tež wěru žadatej a so potom prawje wužiwatej, hdyž so we wěrje přiwzatej a hdyž so wěra přez to posylnjuje.

  • 14. staw - Wo cyrkwinskim wjednistwje

    Wo cyrkwinskim wjednistwje so wuči, zo njesmě nichtó w cyrkwi zjawnje wučić abo prědować abo sakramentaj wudźěleć bjez praweho powołanja.

  • 15. staw - Wo cyrkwinskich porjadach

    Wo cyrkwinskich porjadach, wot čłowjekow činjenych, naši wuča, zo maja so te dźeržeć, kotrež móža so dodźeržeć bjez hrěcha a słuža k měrej a k dobremu porjadej w cyrkwi, kaž wěste róčne časy, swjedźenje a tehorunja. Tola wuči so při tym, zo so njesmědźa swědomja z tajkimi wěcami wobćežować, jako bychu k zbóžnosći nuzne byłe. Nimo teho so wuči, zo so wšitke wustawki a nałožki, kotrež su wot čłowjekow činjene, zo bychu sej Boha z nimi wujednali a sej hnadu z nimi zasłužili, přećiwjeja ewangelijej a wučbje wo wěrje do Chrysta. Tehodla su klóšterske sluby a druhe tradicije wo rozdźělach jědźow, dnjow atd., z kotrymiž sej ludźo mysla, hnadu zasłužić a za hrěchi dosćčinić, njewušne a ewangelijej přećiwne.



  • 16. staw - Wo statnym porjedźe a wo swětnym knjejstwje

    Wo statnym porjedźe a wo swětnym knjejstwje so wuči, zo wšitka wyšnosć na swěće a rjadowane knjejstwa a zakonje dobry porjad su, wot Boha stworjeny a wustajeny, a zo móžeja křesćenjo jako wyšnosć, we wjerchowskim a sudniskim zastojnstwje bjez hrěcha być, po kejžorskich a druhich płaćacych prawach sudźić a prawo wukonjeć, złóstnikow z mječom chłostać, sprawne wójny wjesć, wojować, kupować a předawać, napołožene přisahi činić, wobsydstwo měć, w mandźelstwje być atd.

    Tu zaćisnu so zasokřćenikojo, kotřiž wuča, zo njeje ničo křesćanske, štož je horjeka prajene.
    Tež zaćisnu so ći, kiž wuča, zo je to křesćanska dokonjanosć, wopušćić dom a dwór, žonu a dźěći po ćěle a so zdalować prjedy spomnjenych wěcow, hačrunjež je jenož to prawa dokonjanosć: prawa bohabojaznosć a prawa wěra do Boha. Přetož ewangelij njewuči zwonkowne, časne, ale znutřkowne, wěčne byće a prawdosć wutroby a njepostorči swětne knjejstwo, statny porjad a mandźelstwo, ale chce, zo by so to wšitko dźeržało jako woprawdźite Bože wustajenje, a zo by čłowjek wopokazował tam, hdźež je stajeny, křesćansku lubosć a prawe dobre skutki, kóždy po swojim powołanju. Tehodla su křesćenjo winowaći wyšnosći poddani być a jeje přikaznjam a zakonjam posłuchać we wšitkim, štož móže so bjez hrěcha stać. Přetož hdyž njemóže so přikaznja wyšnosće bjez hrěcha stać, ma so Bohu bóle posłuchać dyžli čłowjekam, Japoštołske skutki 5,29.


  • 17. staw - Wo Chrystusowym přińdźenju k sudu

    Dale so wuči, zo naš Knjez Jezus Chrystus na sudnym dnju přińdźe, sudźić a wšitkich morwych zbudźić, wěriwym a wuzwolenym wěčne žiwjenje a wěčne wjesele dać, bjezbóžnych čłowjekow pak a čertow do hele a wěčneho chłostanja zatamać.

    Tehodla so zaćisnu zasokřćenikojo, kiž wuča, zo čertojo a zatamani čłowjekojo wěčne horjo a wěčnu čwělu njezměja.
    Tehorunja zaćisnu so někotre židowske wučby, kotrež so tež w nětčišim času wudawaja, zo změja do stawanja morwych sami swjeći, pobožni swětne knjejstwo a zahubja wšitkich bjezbóžnych.

  • 18. staw - Wo swobodnej woli

    Wo swobodnej woli so wuči, zo čłowjek trochu swobodneje wole ma, tak zo móže zwonkownje čestnje žiwy być a wolić mjez wěcami, kotrež rozum zapřija. Ale bjez hnady, pomocy a pohnuwanja swjateho Ducha njezamóže čłowjek so Bohu spodobny sčinić, so Boha wutrobnje bojeć abo wěrić abo přinarodźene złe požadanje wućiskać z wutroby. To stawa so přez swjateho Ducha, kotryž so dawa z Božim słowom. Tak praji Pawoł w 1. lisće na Korintiskich 2,14: „Ćělny čłowjek njerozumi ničo wot Ducha Božeho.“

  • 19. staw - Wo přičinje hrěchow

    Wo přičinje hrěchow wuči so pola nas, zo, hačrunjež je wšehomócny Bóh cyłu přirodu stworił a ju zdźerži, tak tola zbudźi wopačna wola hrěch we wšitkich złych a zacpěwarjach Boha, kaž wšak je to wola čerta a wšitkich bjezbóžnych, kotraž je hnydom, hdyž je Bóh wotćahnył swoju ruku, wot Boha so k złemu wobroćiła, kaž Chrystus w sćenju Jana 8,44 praji: „Čert rěči łžu ze swojeho.“

  • 20. staw - Wo wěrje a wo dobrych skutkach

    Z njeprawdu našich winuja, zo dobre skutki zakazaja. Přetož jich pisma wo Božich dźesać kaznjach a druhe dopokazuja, zo su wučili wo prawych křesćanskich stawach a skutkach na wužitne wašnje, wo čimž je so do tuteho časa mało wučiło. Město teho su honili we wšěch prědowanjach najbóle na dźěsćowske, njetrjebawše skutki, kaž na modlenje róžowca, na česćenje swjatych, na mnichowstwo, putnikowanje, postajene posćenje, swjedźenje, bratrowstwa atd. Tajke njetrjebawše skutki tež naši přećiwnicy nětko wjace tak wysoko njechwala kaž prjedy. Nimo teho su woni tež nawukli, nětk wo wěrje rěčeć, wo kotrejž tola prjedy prědowali njejsu; nětko wuča, zo prawdosć před Bohom njedóstanjemy ze skutkow samych, ale přistajeja wěru do Chrystusa a praja: wěra a skutki nas před Bohom prawych činja, štož wšak móže wjace trošta přinjesć, hač hdyž wuča, jeno na skutki so spušćeć.
    Dokelž pak je so wučba wo wěrje, kotraž je najwažniši kruch w křesćanstwje, zamjelčała tak dołhi čas, kaž dyrbja wšitcy wuznać, ale jeno wučba wo skutkach je so prědowała na wšěch stronach, je so wot našich wo tym stała tajka wučba:
    Sprěnja, zo nas njemóža naše skutki z Bohom zjednać a nam dobyć hnadu, ale to so stawa jenož přez wěru, hdyž wěrimy, zo so nam hrěchi wodawaja Chrysta dla, kiž je jenički srědnik, zo by so Wótc zjednał. Štóž sej potajkim wotmysli, tole ze skutkami dokonjeć a hnadu sej zasłužić, zacpěwa Chrysta a pyta swój puć k Bohu přećiwo ewangelijej.
    Tale wučba wo wěrje je zjawnje a jasnje wot Pawoła na wjele městnach rozestajena, wosebje w lisće na Efeziskich 2,8–9: „Z hnady sće wumóženi přez wěru, a to njeje wot was: Boži dar to je, nic ze skutkow, zo njeby so nichtó chwalił“ atd.
    A zo so tu žadyn nowy zmysł njepodtykuje, hodźi so z Hawštyna dopokazać, kotryž tutu wěc swěru rozpomina a tež tak wuči, zo přez wěru do Chrystusa hnadu a prawdosć před Bohom dóstawamy, nic přez skutki, kaž jeho cyłe knihi „Wo Duchu a pismiku“ pokazuja.
    Hačrunjež so tale wučba wot ludźi bjez spytowanjow jara zacpěwa, tak so tola namaka, zo je wona stysknym a nastróžanym swědomjam jara troštna a spomóžna. Přetož swědomje njemóže k pokojej a k měrej dóńć přez skutki, ale jeno přez wěru, hdyž při sebi z wěstosću spóznaje, zo ma Chrysta dla hnadneho Boha, kaž tež Pawoł Romskim 5,1 praji: „Dokelž smy prawi sčinjeni přez wěru, mamy pokoj z Bohom.“
    Tónle trošt njejsu w prjedawšim času podawali w prědowanjach, ale su wbohe swědomja na swójske skutki honili a su so předewzali wšelakore skutki. Přetož někotrych je swědomje do klóštrow ćěriło w nadźiji, zo sej tam hnadu zasłuža přez klóšterske žiwjenje. Druzy su sej druhe skutki wumyslili, zo bychu sej z nimi hnadu dobyli a za swoje hrěchi dosćčinili. Wjele ludźi je nazhoniło, zo njejsu z tym k měrej přišli. Tehodla je nuzne było, tule wučbu wo wěrje do Chrystusa prědować a swěru wučić, zo bychu ludźo wědźeli, zo dóstawamy jenož přez wěru–bjez zasłužby–Božu hnadu.
    Tež so wuči, zo so tu njejedna wo tajku wěru, kajkuž maja tež čertojo a bjezbóžni, kotřiž tež stawiznam wěrja, zo je Chrystus ćerpjeł a z morwych stanył, ale zo so tu jedna wo prawu wěru, kotraž wěri, zo dóstawamy přez Chrystusa hnadu a wodaće hrěchow.
    A štóž nětk wě, zo ma hnadneho Boha přez Chrysta, znaje potajkim Boha, woła so k njemu a njeje bjez Boha kaž pohanojo. Přetož čert a bjezbóžni tule wučbu wo wodawanju hrěchow njewěrja; tehodla su Bohu přećiwni, njemóža so k njemu wołać a ničo dobreho wot njeho wočakować. Potajkim, kaž smy dopokazali, Swjate Pismo wo wěrje rěči, a wěra njeje žana tajka wěda, kajkuž maja ju čert a bjezbóžni ludźo. Přetož tak so wo wěrje wuči w Lisće na Hebrejskich na 11. stawje, zo wěra njeje jenož stawizny znać, ale měć dowěru k Bohu, zo jeho slubjenje dóstanješ. A Hawštyn nas tež dopomina, zo mamy słowo „wěra“ w Pismje tak zrozumić, zo wone rěka dowěrjenje k Bohu, zo je nam hnadny, a zo to njeje jenož wěda stawiznow, kajkuž tež čertojo maju.
    Dale so wuči, zo dyrbja a maja so dobre skutki stać, nic zo bychmy so na nje spušćeli, chcyjo sej hnadu z nimi zasłužić, ale Boha dla a Bohu ke chwalbje. Wěra zapřimuje kóždy čas jenož hnadu a wodaće hrěchow. A dokelž so přez wěru swjaty Duch dawa, je z tym tež wutroba přihotowana, zo by dobre skutki činiła. Přetož dołhož je bjez swjateho Ducha, je wona za to přesłaba; nimo teho je w mocy čerta, kotryž čłowjekow k wšelakim hrěcham ćěri, kaž na swětnych mudrych widźimy, kotřiž su so na to zwažili, sami wot so čestnje a bjez poroka žiwi być, ale njejsu to zdokonjeli, su pak padnyli do wjele wulkich zjawnych hrěchow. Tak so čłowjekej dźe, kiž je bjez praweje wěry a bjez swjateho Ducha a jenož sam sebje ze swojimi člowskimi mocami wjedźe.
    Tehodla so wučbje wo wěrje njesmě porokować, zo zakaza dobre skutki, ale skerje dyrbi so chwalić, zo wuči, dobre skutki činić, a pomoc poskića, kak bychmy dobre skutki dokonjeć móhli. Přetož bjez wěry a bjez Chrystusa stej člowska přiroda a člowske zamóženje přesłabej, dobre skutki činić, so k Bohu wołać, sćerpliwosć w ćerpjenju měć, blišeho lubować, poručene słužby swěru zastawać, posłušny być, złeje žadosće so zdalować. Tajke nadobne a prawe skutki njemóža so stać bjez Chrystusoweje pomocy, kaž wón sam rjeknje Jana 15,5: „Bjeze mnje njemóžeće ničo činić.“
  • 21. staw - Wo česćenju swjatych

    Wo česćenju swjatych wuča naši tak, zo ma so na swjatych spominać, zo bychmy swoju wěru posylnjeli, hdyž widźimy, kak je so jim hnada dóstała, tež kak je so jim přez wěru pomhało; dale, zo bychmy po jich přikładźe činili dobre skutki, kóždy po swojim powołanju, kaž njech sej bjerje kejžorska majestosć zbóžnje a bójsce Dawida za přikład a wójny přećiwo Turkam wjedźe; přetož wobaj staj w kralowskim zastojnstwje, kotrež sej žada zakitanje a wobarnowanje poddanow. Z Pisma pak so njehodźi dopokazać, zo mamy so k swjatym wołać abo pomoc pola nich pytać. „Přetož jenož jenički wujednar a srědnik je stajeny mjez Bohom a mjez čłowjekami, Jezus Chrystus“ (1Tim 2,5), kotryž je jenički Zbóžnik, jenički wyši měšnik, hnadny stoł a zarěčnik před Bohom (Rom 8,34). A jenož wón sam je slubił, zo chce našu modlitwu wusłyšeć. To je tež najwyša Boža słužba po Pismje, zo bychmy sameho Jezusa Chrysta pytali we wšěch nuzach a naležnosćach z wutrobu a so wołali k njemu. 1 Jan 2,1: „Jeli zo by štó zhrěšił, mamy zarěčnika pola Wótca, kiž je prawy, Jezusa Chrysta.“
  • Zakónčenje

    To je zawěrnjo wopřijeće wučby, kotraž so w našich cyrkwjach prěduje a k prawemu křesćanskemu rozwučowanju wuči a k troštej swědomjow, tež k polěpšowanju wěriwych. My wšak tež sami njechamy rady swoju dušu a swoje swědomje před Bohom z njewužitnym wužiwanjom Božeho mjena abo słowa do najwyšeho a najwjetšeho stracha stajeć abo swojim dźěćom a potomnikam druhu wučbu přepodać abo zawostajić hač tajku, kotraž je přezjedne z čistym Božim słowom a z křesćanskej wěrnosću. Hdyž je wona w Swjatym Pismje jasnje załožena a nimo teho přećiwo zhromadnej křesćanskej, haj tež romskej cyrkwi njeje, kelkož so hodźi spóznać z pismow cyrkwinskich wótcow, mamy za to, zo njemóža tež naši přećiwnicy z nami rozdwojeni być w horjeka rozestajenych wučbach. Tak jednaja ći jara njepřećelnje, spěšnje a přećiwo wšej křesćanskej přezjednosći a lubosći, kotřiž chcedźa našich tehodla wotdźělić jako kecarjow, jich zaćisnyć a so jich zdalować bjeze wšeho wobstajneho podłožka Božeje kaznje abo Pisma. Přetož mylenje a zwada stej wosebje nastałoj wo někotrych tradicijach a njedostatkach. Hdyž so nětko we hłownych wučbach žadyn zmylk abo njedostatk njenamaka a tute naše wěrywuznaće bójske a křesćanske je, dyrbjeli so tola zdobnje biskopojo, tež hdy by so pola nas namakał tradicije dla někajki zmylk, łahodniši wopokazać, byrnjež so nadźijamy, zo stajnje zakład a přičinu podamy, čehodla su so pola nas změnili někotre tradicije a njedostatki. 

Der kleine Katechismus

Die neue Lehre der Reformatoren wurde immer wieder in großen öffentlichen Disputationen an den theologischen Fakultäten von den Fachleuten diskutiert. Doch das Gelingen der Reformation hing ganz entscheidend davon ab, ob es gelang, die neuen Erkenntnisse der weiteren Öffentlichkeit verständlich zu vermitteln. Das geschah auf vielfältige Art, zum Beispiel durch die Verbreitung von gedruckten Flugblättern, oder in ersten Liedsammlungen und Gesangbüchern in deutscher Sprache, die nicht selten einzelne Lehrstücke in gedichteter Form darstellten. Bei Visitationen mussten Luther und seine Begleiter dennoch immer wieder feststellen, wie wenig Glaubenslehre die Pfarrer selbst oft kannten.
So entschloss sich Luther, für die Einübung des christlichen Glaubens einen Katechismus zu schreiben - eine Ausgabe in sehr ausführlicher Form (der "Große Katechismus") für die Pfarrer und Lehrer der Kirche, und eine Ausgabe in ganz schlichten Ausführungen (der "Kleine Katechismus") für die Hausväter und Familien. Diesem Zweck entsprechend waren die ersten Drucklegungen des Kleinen Katechismus als Plakate zum Aushang in Kirchen und Schulen gestaltet. Die Kernstücke des Glaubens - die 10 Gebote, das Glaubensbekenntnis, das Vaterunser, die Taufe, das Abendmahl, die Beichte - diese "Hauptstücke" sind in knappen Darlegungen anhand wichtiger Bibelzitate als Fragen und Antworten formuliert. Die rhythmische Sprache der Stücke des Kleinen Katechismus trägt insbesondere zu ihrer Einprägsamkeit bei.

10 Gebote     Glaubensbekenntnis     Vaterunser     Taufe     Abendmahl     

Das erste Hauptstück: Die zehn Gebote - Prěnja hłowna wučba: Dźesać Božich kaznjow

  • DAS ERSTE GEBOT

    Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott über alle Dinge fürchten, lieben und vertrauen.
  • DAS ZWEITE GEBOT

    Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht unnütz gebrauchen; denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir bei seinem Namen nicht fluchen, schwören, zaubern, lügen oder trügen, sondern ihn in allen Nöten anrufen, beten, loben und danken.
  • DAS DRITTE GEBOT

    Du sollst den Feiertag heiligen.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir die Predigt und sein Wort nicht verachten, sondern es heilig halten, gerne hören und lernen.
  • DAS VIERTE GEBOT

    Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass dir's wohlgehe und du lange lebest auf Erden.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsere Eltern und Herren nicht verachten noch erzürnen, sondern sie in Ehren halten, ihnen dienen, gehorchen, sie lieb und wert haben.
  • DAS FÜNFTE GEBOT

    Du sollst nicht töten.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten an seinem Leibe keinen Schaden noch Leid tun, sondern ihm helfen und beistehen in allen Nöten.

  • DAS SECHSTE GEBOT

    Du sollst nicht ehebrechen.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir keusch und zuchtvoll leben in Worten und Werken und in der Ehe einander lieben und ehren.

  • DAS SIEBENTE GEBOT

    Du sollst nicht stehlen.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsers Nächsten Geld oder Gut nicht nehmen noch mit falscher Ware oder Handel an uns bringen, sondern ihm sein Gut und Nahrung helfen bessern und behüten.
  • DAS ACHTE GEBOT

    Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unsern Nächsten nicht belügen, verraten, verleumden oder seinen Ruf verderben, sondern sollen ihn entschuldigen, Gutes von ihm reden und alles zum besten kehren.
  • DAS NEUNTE GEBOT

    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht mit List nach seinem Erbe oder Hause trachten und mit einem Schein des Rechts an uns bringen, sondern ihm dasselbe zu behalten förderlich und dienlich sein.
  • DAS ZEHNTE GEBOT

    Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib, Knecht, Magd, Vieh noch alles, was sein ist.
    Was ist das?
    Wir sollen Gott fürchten und lieben, dass wir unserm Nächsten nicht seine Frau, Gehilfen oder Vieh ausspannen, abwerben oder abspenstig machen, sondern dieselben anhalten, dass sie bleiben und tun, was sie schuldig sind.
  • Was sagt nun Gott zu diesen Geboten allen? Er sagt so:
    Ich, der Herr, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der an denen, die mich hassen, die Sünde der Väter heimsucht bis zu den Kindern im dritten und vierten Glied; aber denen, die mich lieben und meine Gebote halten, tue ich wohl bis in tausend Glied.
    Was ist das?
    Gott droht zu strafen alle, die diese Gebote übertreten; darum sollen wir uns fürchten vor seinem Zorn und nicht gegen seine Gebote handeln. Er verheißt aber Gnade und alles Gute allen, die diese Gebote halten; darum sollen wir ihn auch lieben und vertrauen und gerne tun nach seinen Geboten.
  • PRĚNJA KAZNJA

    Ja sym Knjez, twój Bóh. Ty njesměš druhich bohow měć při mni.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha wyše wšeho bojeć, jeho lubować a so jemu dowěrić.
  • DRUHA KAZNJA

    Ty njesměš mjeno Knjeza, swojeho Boha, znjewužiwać; přetož Knjez teho njechłostaneho njewostaji, kotryž jeho mjeno znjewužiwa.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy při jeho mjenje zatamali, přisahali, kuzłali, łhali ani ludali, ale zo bychmy so k njemu we wšej nuzy wołali a modlili, jeho chwalili a so jemu dźakowali.
  • TŘEĆA KAZNJA

    Ty dyrbiš swjaty dźeń swjećić.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy prědowanje a Bože słowo zacpěwali, ale zo bychmy je za swjate měli, rady słyšeli a wuknyli.
  • ŠTWÓRTA KAZNJA

    Ty dyrbiš swojeho nana a swoju mać česćić, zo by so ći derje šło a dołho žiwy był na zemi.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojich staršich a knjezow zacpěwali ani njerozhněwali, ale zo bychmy jich česćili, jim słužili, jich posłuchali, lubowali a sej wažili.
  • PJATA KAZNJA

    Ty njesměš morić.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojemu blišemu na jeho ćěle žaneje škody ani złósće činili, ale zo bychmy jemu pomhali a we wšej ćělnej nuzy słužili.
  • ŠESTA KAZNJA

    Ty njesměš mandźelstwo łamać.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo bychmy čiste a pócćiwe žiwjenje wjedli we słowach a w skutkach a so w mandźelstwje mjez sobu lubowali a česćili.
  • SEDMA KAZNJA

    Ty njesměš kradnyć.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojemu blišemu pjenjezy abo kubło brali ani sej je přiswojili z njeprawej tworu abo z njeprawym wikowanjom, ale zo bychmy jemu pomhali jeho kubło a žiwnosć polěpšić a zdźeržeć.
  • WOSMA KAZNJA

    Ty njesměš wopak swědčić přećiwo swojemu blišemu.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojeho blišeho falšnje wobełhali, přeradźili, so na njeho přisłodźeli ani jeho česć zranili, ale zo bychmy jeho zamołwjeli, derje wo nim rěčeli a wšitko k lěpšemu wobroćeli.

  • DŽEWJATA KAZNJA

    Ty njesměš požadać swojeho blišeho dom.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojemu blišemu za jeho namrěwstwom abo domom stali ani z pozdatnym prawom na so přinjesli, ale zo bychmy jemu pomhali a słužili, zo by je wobchował.
  • DŽESATA KAZNJA

    Ty njesměš požadać swojeho blišeho žonu, wotročka, dźowku, skót a ničo, štož je jeho.
    To rěka:
    My dyrbimy so Boha bojeć a jeho lubować, zo njebychmy swojemu blišemu jeho žonu, čeledź a skót wupřahali, wotwabili abo wotdźerželi, ale zo bychmy jich napominali, zo bychu wostali a swěru činili, štož činić maja.
  • Što praji Bóh wo wšitkich tutych kaznjach? Wón praji:

    Ja, Knjez, twój Bóh, sym surowy Bóh, kiž hrěchi wótcow chłosta hač do třećeho a štwórteho stawa na dźěćoch tych, kiž mje hidźa, ale smilnosć wopokaza wjele tysacam, kiž mje lubuja a moje kaznje dźerža.

    To rěka:
    Bóh hrozy chłostać wšěch, kiž kaznje přestupja; tehodla dyrbimy so bojeć před jeho hněwom a njesměmy jednać přećiwo jeho kaznjam. Wón pak slubi hnadu a wšu dobrotu wšitkim, kiž tajke kaznje dodźerža. Tehodla dyrbimy jeho tež lubować a so jemu dowěrić a jeho kaznje rady dźeržeć.

Das zweite Hauptstück: Der Glaube - Druha hłowna wučba: Křesćanska wěra

  • DER ERSTE ARTIKEL: VON DER SCHÖPFUNG

    Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
    Was ist das?
    Ich glaube, dass mich Gott geschaffen hat samt allen Kreaturen, mir Leib und Seele, Augen, Ohren und alle Glieder, Vernunft und alle Sinne gegeben hat und noch erhält; dazu Kleider und Schuh, Essen und Trinken, Haus und Hof, Weib und Kind, Acker, Vieh und alle Güter; mit allem, was Not tut für Leib und Leben, mich reichlich und täglich versorgt, in allen Gefahren beschirmt und vor allem Übel behütet und bewahrt; und das alles aus lauter väterlicher, göttlicher Güte und Barmherzigkeit, ohn all mein Verdienst und Würdigkeit: für all das ich ihm zu danken und zu loben und dafür zu dienen und gehorsam zu sein schuldig bin. Das ist gewisslich wahr.
  • DER ZWEITE ARTIKEL: VON DER ERLÖSUNG

    Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinab gestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.
    Was ist das?
    Ich glaube, dass Jesus Christus, wahrhaftiger Gott vom Vater in Ewigkeit geboren und auch wahrhaftiger Mensch von der Jungfrau Maria geboren, sei mein Herr, der mich verlornen und verdammten Menschen erlöset hat, erworben, gewonnen von allen Sünden, vom Tode und von der Gewalt des Teufels; nicht mit Gold oder Silber, sondern mit seinem heiligen, teuren Blut und mit seinem unschuldigen Leiden und Sterben; damit ich sein eigen sei und in seinem Reich unter ihm lebe und ihm diene in ewiger Gerechtigkeit, Unschuld und Seligkeit, gleichwie er ist auferstanden vom Tode, lebet und regieret in Ewigkeit. Das ist gewisslich wahr.
  • DER DRITTE ARTIKEL: VON DER HEILIGUNG

    Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
    Was ist das?
    Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an Jesus Christus, meinen Herrn, glauben oder zu ihm kommen kann; sondern der Heilige Geist hat mich durch das Evangelium berufen, mit seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten; gleichwie er die ganze Christenheit auf Erden beruft, sammelt, erleuchtet, heiligt und bei Jesus Christus erhält im rechten, einigen Glauben; in welcher Christenheit er mir und allen Gläubigen täglich alle Sünden reichlich vergibt und am Jüngsten Tage mich und alle Toten auferwecken wird und mir samt allen Gläubigen in Christus ein ewiges Leben geben wird. Das ist gewisslich wahr.
  • PRÊNI ARTIKL: WO STWORJENJU

    Ja wěrju do Boha Wótca, Wšehomócneho, Stworićela njebjes a zemje.
    To rěka:
    Ja wěrju, zo je Bóh mje stworił ze wšěmi stworjenjemi; mi ćěło a dušu, woči, wuši a wšitke stawy, rozum a wšitke zmysły dał a je hišće zdźerži; k temu drastu a črije, jědź a piće, dom a dwór, žonu a dźěći, rolu a skót a wšo kubło; mje ze wšej potrěbnosću a žiwnosću ćěła a žiwjenja bohaće a wšědnje zastara; mje we wšěch strachach zdźerži a přede wšitkim złym škita; a to wšitko ze sameje wótcowskeje, bójskeje dobroty a smilnosće, bjeze wšeje mojeje zasłužby a dostojnosće; za to wšitko mam so jemu dźakować a słužić, jeho chwalić a posłuchać. To je zawěsće wěrno.


  • DRUHI ARTIKL: WO WUMÓŽENJU

    A do Jezusa Chrysta, jeho jeničkeho Syna, našeho Knjeza, kiž je so podjał přez swjateho Ducha, narodźił so wot knježny Marje, ćerpjeł pod Poncijom Pilatom, křižowany, wumrěł a pohrjebany, do hele stupił, na třeći dźeń stanył z morwych, spěł do njebjes; sedźi k prawicy Boha, wšehomócneho Wótca, zwotkel přińdźe, sudźić žiwych a morwych.


    To rěka:
    Ja wěrju, zo Jezus Chrystus, wěrny Bóh, wot Wótca we wěčnosći rodźeny, a tež wěrny čłowjek, wot knježny Marje narodźeny, je mój Knjez, kiž je mje zhubjeneho a zatamaneho čłowjeka wumóhł, wukupił a zdobył ze wšitkich hrěchow, ze smjerće a z čertowskeje mocy, nic ze złotom abo ze slěbrom, ale ze swojej swjatej a drohej krwju a ze swojim njezawinowanym ćerpjenjom a wumrěćom, zo bych jeho był a w jeho kralestwje pod nim žiwy był a jemu słužił we wěčnej prawdosći, njewinowatosći a zbóžnosći, runje kaž wón je stanył ze smjerće, je žiwy a knježi do wěčnosće. To je zawěsće wěrno.
  • TŘEĆI ARTIKL: WO SWJEĆENJU

    Ja wěrju do swjateho Ducha, swjatu křesćansku cyrkej, zhromadźenstwo swjatych, wodawanje hrěchow, stawanje morwych a wěčne žiwjenje. Hamjeń.

    To rěka:
    Ja wěrju, zo njemóžu ze swojeho rozuma abo ze swojeje mocy do Jezusa Chrysta, swojeho Knjeza, wěrić ani k njemu přińć, ale swjaty Duch je mje přez ewangelij powołał, ze swojimi darami rozswěćił, w prawej wěrje wuswjećił a zdźeržał, runje kaž wón cyłe křesćanstwo na zemi powołuje, zhromadźuje, rozswěćuje, wuswjećuje a při Jezusu Chrystu zdźerži w prawej jednej wěrje; w tutym křesćanstwje wón mi a wšitkim wěrjacym wšědnje wšě hrěchi bohaće wodawa a na sudnym dnju mje a wšitkich morwych zbudźi a mi ze wšěmi wěrjacymi w Chrystusu wěčne žiwjenje da. To je zawěsće wěrno.

Das dritte Hauptstück: Das Vaterunser - Třeća hłowna wučba: Wótčenaš abo Knjezowa modlitwa

  • DIE ANREDE

    Vater unser im Himmel.
    Was ist das?
    Gott will uns damit locken, dass wir glauben sollen, er sei unser rechter Vater und wir seine rechten Kinder, damit wir getrost und mit aller Zuversicht ihn bitten sollen wie die lieben Kinder ihren lieben Vater.

  • NARĚČ

    Wótče naš, kiž sy w njebjesach.
    To rěka:
    Bóh chce nas z tym wabić, zo bychmy wěrili, zo je wón naš prawy Wótc a my smy jeho prawe dźěći, zo bychmy jeho chroble a ze wšej nadźiju prosyli kaž lube dźěći swojeho lubeho nana.

Das vierte Hauptstück: Das Sakrament der heiligen Taufe - Štwórta hłowna wučba: Sakrament swjateje křćeńcy

  • ZUM ERSTEN
    Was ist die Taufe?

    Die Taufe ist nicht allein schlicht Wasser, sondern sie ist das Wasser in Gottes Gebot gefasst und mit Gottes Wort verbunden.

    Welches ist denn dies Wort Gottes?
    Unser Herr Christus spricht bei Matthäus im letzten Kapitel: "Gehet hin in alle Welt und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes."
  • ZUM ZWEITEN
    Was gibt oder nützt die Taufe?

    Sie wirkt Vergebung der Sünden, erlöst vom Tode und Teufel und gibt die ewige Seligkeit allen, die es glauben, wie die Worte und Verheißung Gottes lauten.

    Welches sind denn solche Worte und Verheißung Gottes?
    Unser Herr Christus spricht bei Markus im letzten Kapitel: "Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden."
  • ZUM DRlTTEN
    Wie kann Wasser solch große Dinge tun?

    Wasser tut' s freilich nicht, sondern das Wort Gottes, das mit und bei dem Wasser ist, und der Glaube, der solchem Worte Gottes im Wasser traut. Denn ohne Gottes Wort ist das Wasser schlicht Wasser und keine Taufe; aber mit dem Worte Gottes ist's eine Taufe, das ist ein gnadenreiches Wasser des Lebens und ein Bad der neuen Geburt im Heiligen Geist; wie Paulus sagt zu Titus im dritten Kapitel: "Gott macht uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung im Heiligen Geist, den er über uns reichlich ausgegossen hat durch Jesus Christus, unsern Heiland, damit wir, durch dessen Gnade gerecht geworden, Erben des ewigen Lebens würden nach unsrer Hoffnung". Das ist gewißlich wahr.
  • ZUM VIERTEN
    Was bedeutet denn solch Wassertaufen?

    Es bedeutet, dass der alte Adam in uns durch tägliche Reue und Buße soll ersäuft werden und sterben mit allen Sünden und bösen Lüsten; und wiederum täglich herauskommen und auferstehen ein neuer Mensch, der in Gerechtigkeit und Reinheit vor Gott ewiglich lebe.

    Wo steht das geschrieben?
    Der Apostel Paulus spricht zu den Römern im sechsten Kapitel: "Wir sind mit Christus begraben durch die Taufe in den Tod, damit, wie Christus auferweckt ist von den Toten durch die Herrlichkeit des Vaters, auch wir in einem neuen Leben wandeln."
  • K PRĚNJEMU
    Što je křćeńca?

    Křćeńca njeje jeno sama woda, ale je woda do Božeje kaznje zamknjena a z Božim słowom zwjazana.


    Kotre je tajke słowo Bože?
    Hdyž naš Knjez Chrystus praji pola Mateja na poslednim stawje: Dźiće a čińće za mojich wučomnikow wšitke ludy: Křćijće jich w mjenje Wótca a Syna a swjateho Ducha.
  • K DRUHEMU
    Što dawa abo kajki wužitk ma křćeńca?

    Wona přinjese wodaće hrěchow, wumóže ze smjerće a wot čerta a da wěčnu zbóžnosć wšitkim, kiž to wěrja, kaž Bože słowo a slubjenje swědčitej.

    Kotre je tajke słowo a slubjenje Bože?

    Hdyž naš Knjez Chrystus praji pola Marka na poslednim stawje: Štóž wěri a budźe wukřćeny, budźe zbóžny; štóž pak njewěri, budźe zatamany.

  • K TŘEĆEMU
    Kak móže woda tajke wulke wěcy činić?

    Woda to wšak nječini, ale słowo Bože, kotrež je z wodu a při wodźe, a wěra, kiž tajkemu słowu Božemu we wodźe wěri. Přetož bjez Božeho słowa je woda jeno sama woda a žana křćeńca; ale ze słowom Božim je wona křćeńca, to je zbóžna woda žiwjenja a kupjel noweho naroda w swjatym Duchu, kaž swjaty Pawoł praji Titej na třećim stawje: Bóh čini nas zbóžnych přez kupjel znowanarodźenja a wobnowjenja w swjatym Duchu, kotrehož je bohaće na nas wulał přez Jezusa Chrystusa, našeho Zbóžnika, zo bychmy přez jeho hnadu sprawni byli a namrěwcy wěčneho žiwjenja po našej nadźiji. To je zawěsće wěrno.


  • K ŠTWÓRTEMU
    Što pak woznamjenja tajke křćenje z wodu?

    Wone woznamjenja, zo dyrbi so stary Hadam w nas přez wšědne rozkaće a wšědnu pokutu potepić a wumrěć ze wšěmi hrěchami a złymi žadosćemi a zaso wšědnje wuńć a stanyć nowy čłowjek, kiž by w prawdosći a čistosći před Bohom wěčnje žiwy był.

    Hdźe je to napisane?
    Swjaty Pawoł w lisće na Romskich na šestym stawje praji: My smy z Chrystusom pohrjebani přez křćeńcu do smjerće, zo runje kaž je Chrystus z morwych zbudźeny přez krasnosć Wótca, tak dyrbimy tež my w nowym žiwjenju chodźić.

Das zweite Hauptstück: Der Glaube - Druha hłowna wučba: Křesćanska wěra


Das Apostolische Glaubensbekenntnis zeichnet sich als einfache erzählende Zusammenfassung des christlichen Glaubens aus. Seit Anfang des 2. Jahrhunderts kennen wir das römische Taufbekenntnis, das Identitätsmerkmal, das „SYMBOLON“ des Christen. Gegen Ende des 4. Jahrhunderts nennt Ambrosius von Mailand es erstmals das „Apostolische Glaubensbekenntnis“ („Symbolum Apostolorum“), nicht weil die Apostel es formuliert hätten, vielmehr aber weil diese Glaubenswahrheiten seit dem Anfang der christlichen Kirche gelehrt wurden. Erst im 5. Jahrhundert wurde das Credo in Südgallien in seiner heutigen Sprachgestalt ausformuliert. Karl der Große ließ es im 9. Jahrhundert in seine Reichsgesetze schreiben und im 10. Jahrhundert wurde es von Kaiser Otto dem Großen in als Taufbekenntnis eingeführt. Im 16. Jahrhundert schrieb das Konzil von Trient es für die römisch-katholische Kirche als Grundlage der Glaubensunterweisung vor. Ebenso gilt es als Glaubensnorm für die Kirchen der Reformation.

Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.

Ja wěrju do Boha Wótca, Wšehomócneho, Stworićela njebjes a zemje.

A do Jezusa Chrysta, jeho jeničkeho Syna, našeho Knjeza, kiž je so podjał wot swjateho Ducha, narodźił so wot knježny Marje, ćerpjeł pod Poncijom Pilatom, křižowany, wumrěł a pohrjebany, do hele stupił, na třeći dźeń stanył z morwych, spěł do njebjes; sedźi k prawicy Boha, wšehomócneho Wótca, zwotkel přińdźe, sudźić žiwych a morwych.

Ja wěrju do swjateho Ducha, swjatu křesćansku cyrkej, zhromadźenstwo swjatych, wodawanje hrěchow, stawanje morwych a wěčne žiwjenje.
Hamjeń. 


DIE ERSTE BITTE
Geheiligt werde dein Name.
Was ist das?
Gottes Name ist zwar an sich selbst heilig; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er auch bei uns heilig werde.
Wie geschieht das?
Wo das Wort Gottes lauter und rein gelehrt wird und wir auch heilig, als die Kinder Gottes, danach leben. Dazu hilf uns, lieber Vater im Himmel! Wer aber anders lehrt und lebt, als das Wort Gottes lehrt, der entheiligt unter uns den Namen Gottes. Davor behüte uns, himmlischer Vater!

PRĚNJA PRÓSTWA
Swjećene budź twoje mjeno.
To rěka:
Bože mjeno je drje same w sebi swjate, ale my prosymy w tej próstwje, zo by tež pola nas swjećene było.
To so tak stawa:
Hdyž so Bože słowo prawje a čisće wuči a my tež swjeći, jako dźěći Bože, po nim činimy. K temu pomhaj nam, luby Wótče w njebjesach! Štóž pak hinak wuči a čini, wotswjećuje mjez nami Bože mjeno. Před tym zwarnuj nas, luby njebjeski Wótče!

DIE ZWEITE BITTE
Dein Reich komme.
Was ist das?
Gottes Reich komm tauch ohne unser Gebet von selbst, aber wir bitten in diesem Gebet, dass es auch zu uns komme.
Wie geschieht das?
Wenn der himmlische Vater uns seinen Heiligen Geist gibt, dass wir seinem heiligen Wort durch seine Gnade glauben und danach leben, hier zeitlich und dort ewiglich.

DRUHA PRÓSTWA
Přińdź k nam twoje kralestwo.
To rěka:
Bože kralestwo přichadźa drje bjez našeje modlitwy same wot so, ale my prosymy w tej próstwje, zo by tež k nam přišło.
To so tak stawa:
Hdyž njebjeski Wótc nam swojeho swjateho Ducha dawa, zo my jeho swjatemu słowu přez jeho hnadu wěrimy a bohabojazne žiwjenje wjedźemy tu časnje a tam wěčnje.
DIE DRITTE BITTE
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.

Was ist das?
Gottes guter, gnädiger Wille geschieht auch ohne unser Gebet; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er auch bei uns geschehe.

Wie geschieht das?
Wenn Gott allen bösen Rat und Willen bricht und hindert, die uns den Namen Gottes nicht heiligen und sein Reich nicht kommen lassen wollen, wie der Teufel, die Welt und unsres Fleisches Wille; sondern stärkt und behält uns fest in seinem Wort und Glauben bis an unser Ende. Das ist sein gnädiger, guter Wille.
TŘEĆA PRÓSTWA
Twoja wola so stań kaž na njebju tak tež na zemi.
To rěka:
Boža dobra, hnadna wola stawa so tež bjez našeje modlitwy, ale my prosymy w tej próstwje, zo by so tež pola nas stała.
To so tak stawa:
Hdyž Bóh wšitku złu radu a wolu łama a wobara tym, kiž njedadźa nam Bože mjeno swjate dźeržeć a jeho kralestwu k nam přińć, štož je čerta, swěta a našeho ćěła wola, ale wón posylni a zdźerži nas mócnje w swojim słowje a we wěrje hač do našeho kónca. To je jeho hnadna, dobra wola.

DIE VIERTE BITTE
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Was ist das?
Gott gibt das tägliche Brot auch ohne unsere Bitte allen bösen Menschen; aber wir bitten in diesem Gebet, dass er's uns erkennen lasse und wir mit Danksagung empfangen unser tägliches Brot.
Was heißt denn tägliches Brot?
Alles, was Not tut für Leib und Leben, wie Essen, Trinken, Kleider, Schuh, Haus, Hof, Acker, Vieh, Geld, Gut, fromme Eheleute, fromme Kinder, fromme Gehilfen, fromme und treue Oberherren, gute Regierung, gut Wetter, Friede, Gesundheit, Zucht, Ehre, gute Freunde, getreue Nachbarn und desgleichen.

ŠTWÓRTA PRÓSTWA
Naš wšědny chlěb daj nam dźensa.
To rěka:
Bóh dawa wšědny chlěb tež bjez našeje modlitwy wšitkim złym ludźom, ale my prosymy w tej próstwje, zo by nam to spóznać dał, zo bychmy z dźakom swój wšědny chlěb dóstali.
Wšědny chlěb pak je:
Wšitko, štož k žiwnosći a potrěbnosći ćěła słuša, jako jědź, piće, drasta, črije, dom, dwór, rola, skót, pjenjezy, kubło, pobožny muž, pobožna žona, pobožne dźěći, pobožna čeledź, dobra a swěrna wyšnosć, dobre knježerstwo, płódne wjedro, měr, strowosć, pócćiwosć, česć, dobri přećeljo, swěrni susodźa a tehorunja.

DIE FÜNFTE BITTE
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Was ist das?
Wir bitten in diesem Gebet, dass der Vater im Himmel nicht ansehen wolle unsere Sünden und um ihretwillen solche Bitten nicht versagen, denn wir sind dessen nicht wert, was wir bitten, haben's auch nicht verdient; sondern er wolle es uns alles aus Gnaden geben, obwohl wir täglich viel sündigen und nichts als Strafe verdienen. So wollen wir wiederum auch herzlich vergeben und gerne wohl tun denen, die sich an uns versündigen.

PJATA PRÓSTWA
A wodaj nam naše winy, jako my wodawamy našim winikam.
To rěka:
My prosymy w tej próstwje, zo njeby njebjeski Wótc chcył na naše hrěchi hladać ani jich dla nam tajke próstwy zapowědźić; přetož my njejsmy teho hódni, wo čož prosymy; njejsmy je tež zasłužili; ale zo by chcył nam to wšitko z hnady dać, přetož my wšědnje wjele hrěšimy a zasłužimy lute chłostanje. Tuž chcemy tež zaso z wutroby wodawać a rady dobrotu činić tym, kiž so na nas přehrěša.

DIE SECHSTE BITTE
Und führe uns nicht in Versuchung.
Was ist das?
Gott versucht zwar niemand; aber wir bitten in diesem Gebet, dass uns Gott behüte und erhalte, damit uns der Teufel, die Welt und unser Fleisch nicht betrüge und verführe in Missglauben, Verzweiflung und andere große Schande und Laster; und wenn wir damit angefochten würden, dass wir doch endlich gewinnen und den Sieg behalten.

ŠESTA PRÓSTWA
A njewjedź nas do spytowanja.
To rěka:
Bóh drje nikoho njespytuje, ale my prosymy w tej próstwje, zo by Bóh nas chcył wuchować a zdźeržeć, zo njebychu nas čert, swět a naše ćěło zludali a zawjedli do njewěry, zadwělowanja a do druheje wulkeje hańby a złósće; a hdyž bychmy spytowani byli, zo bychmy tola skónčnje dobyli a přewinyli.

DIE SIEBENTE BITTE
Sondern erlöse uns von dem Bösen.
Was ist das?
Wir bitten in diesem Gebet, dass uns der Vater im Himmel vom Bösen und allem Übel an Leib und Seele, Gut und Ehre erlöse und zuletzt, wenn unser Stündlein kommt, ein seliges Ende beschere und mit Gnaden von diesem Jammertal zu sich nehme in den Himmel.

SEDMA PRÓSTWA
Ale wumóž nas wot złeho.
To rěka:
My prosymy w tej próstwje jako k wobzamknjenju, zo by naš njebjeski Wótc nas wumóhł ze wšeho złeho na ćěle a na duši, na kuble a na česći a k poslednjemu, hdyž naša hodźina přińdźe, nam zbóžne skónčenje wobradźił a nas z hnadu z teho hubjenstwa k sebi do njebjes wzał.

DER BESCHLUSS
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Was heißt Amen?
Dass ich soll gewiss sein, solche Bitten sind dem Vater im Himmel angenehm und werden erhört. Denn er selbst hat uns geboten, so zubeten, und verheißen, dass er unser hören will. Amen, Amen, das heißt: Ja, ja, so soll es geschehen.

ZAKÓNČNJE
Přetož twoje je kralestwo a móc a česć hač do wěčnosće. Hamjeń.
Što rěka hamjeń?
Zo dyrbju wěsty być, zo tajke próstwy so njebjeskemu Wótcej lubja a so wot njeho wusłyša. Přetož wón sam je nam přikazał, zo bychmy so tak modlili, a je slubił, zo chce nas wusłyšeć. Hamjeń, hamjeń, to je: Haj, haj, tak so dyrbi stać.



Das fünfte Hauptstück: Das Sakrament des Altars oder das Heilige Abendmahl

ZUM ERSTEN
Was ist das Sakrament des Altars?
Es ist der wahre Leib und Blut unsers Herrn Jesus Christus, unter dem Brot und Wein uns Christen zu essen und zu trinken von Christus selbst eingesetzt.
Wo steht das geschrieben?
So schreiben die heiligen Evangelisten Matthäus, Markus, Lukas und der Apostel Paulus: Unser Herr Jesus Christus, in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot, dankte und brach's und gab's seinen Jüngern und sprach: Nehmet hin und esset: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; solches tut zu meinem Gedächtnis. Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Abendmahl, dankte und gab ihnen den und sprach: Nehmet hin und trinket alle daraus: Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden; solches tut, sooft ihr's trinket, zu meinem Gedächtnis.
Pjata hłowna wučba: Sakrament wołtarja abo Bože wotkazanje

K PRĚNJEMU
Što je sakrament wołtarja?
Wón je wěrne ćěło a wěrna krej našeho Knjeza Jezusa Chrysta, w chlěbje a we winje nam křesćanam k jědźi a k piću wot Chrysta sameho wustajeny.
Hdźe je to napisane?
Tak pisaja swjeći sćenikojo Matej, Mark, Lukaš a swjaty Pawoł: Naš Knjez Jezus Chrystus w nocy, jako bu přeradźeny, wza wón chlěb, dźakowaše so a łamaše jón a da jón swojim wučomnikam a dźeše: Wzmiće a jěsće, to je moje ćěło, kotrež budźe za was date; to čińće k mojemu wopomnjenju. Tehorunja wza tež keluch po wječeri, dźakowaše so a da jim jón a dźeše: Wzmiće a pijće wšitcy z njeho, tón keluch je nowe wotkazanje w mojej krwi, kotraž budźe za was přelata k wodawanju hrěchow. To čińće, tak husto kaž pijeće, k mojemu wopomnjenju.

ZUM ZWEITEN
Was nützt denn solch Essen und Trinken?
Das zeigen uns diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden; nämlich, dass uns im Sakrament Vergebung der Sünden, Leben und Seligkeit durch solche Worte gegeben wird; denn wo Vergebung der Sünden ist, da ist auch Leben und Seligkeit.

K DRUHEMU
Kajki wužitk matej tajka jědź a tajke piće?
To pokazuja nam te słowa: „za was date“ a „přelata k wodawanju hrěchow“; mjenujcy, zo so nam w Božim wotkazanju wodaće hrěchow, žiwjenje a zbóžnosć z tajkimi słowami dawa; přetož hdźež je wodaće hrěchow, tam je tež žiwjenje a zbóžnosć.

ZUM DRITTEN
Wie kann leiblich Essen und Trinken solch große Dinge tun?
Essen und Trinken tut's freilich nicht, sondern die Worte, die da stehen: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Diese Worte sind neben dem leiblichen Essen und Trinken das Hauptstück im Sakrament. Und wer diesen Worten glaubt, der hat, was sie sagen und wie sie lauten, nämlich: Vergebung der Sünden.

K TŘEĆEMU
Kak móžetej ćělna jědź a ćělne piće tajke wulke wěcy činić?
Jědź a piće to wšak nječinitej, ale słowa, kiž tu steja: „za was date“ a „přelata k wodawanju hrěchow“. Tute słowa su nimo ćělneje jědźe a ćělneho pića hłowna wěc w sakramenće. A štóž tutym słowam wěri, ma, štož praja a připowědaja, mjenujcy wodaće hrěchow.

ZUM VIERTEN
Wer empfängt denn dieses Sakrament würdig?
Fasten und leiblich sich bereiten ist zwar eine feine äußerliche Zucht; aber der ist recht würdig und wohl geschickt, wer den Glauben hat an diese Worte: Für euch gegeben und vergossen zur Vergebung der Sünden. Wer aber diesen Worten nicht glaubt oder zweifelt, der ist unwürdig und ungeschickt; denn das Wort Für euch fordert nichts als gläubige Herzen.

K ŠTWÓRTEMU
Štó pak dostojnje wužiwa tajke wotkazanje Bože?
So posćić a z ćělnym wašnjom so přihotować je drje pěkny zwonkowny skutk abo počink; ale tón je prawje dostojny a derje přihotowany, kiž wěri słowam: „za was date“ a „přelata k wodawanju hrěchow“. Štóž pak tym słowam njewěri abo dwěluje, je njedostojny a njekmany; přetož te słowo „za was“ chce měć same wěrjace wutroby.

Pfarramt in Baruth

Ev.-Luth.
Kirchspiel am Löbauer Wasser /
Ew.-luth. wulkowosada při Lubaće

Dubrauker Str. 3
OT Baruth / Bart
02694 Malschwitz / Malešecy

Büro in Hochkirch
  • Ev.-Luth. Kirchgemeinde Hochkirch
  • Ew.-luth. wosada Bukecy


  • Kirchweg / Cyrkwinski puć 4
  • 02627 Hochkirch / Bukecy

  • Tel.: +49 (0) 35939 81229
Öffnungszeiten Hochkirch
  • Dienstag / wutora
  •     09-12 Uhr / hodź.
  •     15-18 Uhr / hodź.

  • Freitag / pjatk
  •     09-12- Uhr / hodź.